Abendseminar
Inhalt: Können Sie sich noch an ihren ersten Arbeitstag erinnern?
Viele Mitarbeiter haben keine besonders guten Erinnerungen an ihren ersten Arbeitstag in der neuen Einrichtung! Manche hatten das Gefühl, vergessen worden zu sein, niemand war auf ihren Arbeitsbeginn eingerichtet, sie kamen sich wie ein Störfall vor, andere wiederum wurden sofort vereinnahmt und ins kalte Wasser geworfen, ganz gleich wie es ihnen oder den Pflegebedürftigen damit ging. „Es muss laufen, für lange Erklärungen haben wir hier keine Zeit“ ist eine typische Aussage der Etablierten in dieser Situation. Der Neue muss oft gleich eine krankheits- oder urlaubsbedingte Lücke füllen, am Wochenende Dienst tun oder 14 Tage durcharbeiten. Übrigens: Wie war das mit dem ersten Eindruck? Häufig kündigen neue Mitarbeiter (und nicht der Arbeitgeber!) in den ersten sechs Monaten, weil sie zum Beispiel wegen schlechter Einarbeitung oder mangelhafter Rahmenbedingungen in der Pflegeeinrichtung unzufrieden sind.
Eine gute Einarbeitung ist für jeden neuen Mitarbeiter der Pflegeeinrichtung wichtig, egal welche Aufgabe er wahrnimmt und in welchem Bereich er eingesetzt wird. Bedenken Sie: Einarbeitung kostet Zeit und Geld, muss organisiert werden und benötigt personelle Ressourcen. Der Nutzen für die Einrichtung besteht in der Regel darin, dass der/die „Neue“ zu einem vollwertigen und wichtigen Mitarbeiter wird, der die Ziele und Philosophie der Einrichtung mit trägt und Verantwortung übernehmen kann. Wird der Mitarbeiter nicht gut eingearbeitet, wird es ihm kaum möglich sein, die Anforderungen/Erwartungen gut zu erfüllen. Die Kosten oder Einnahmenverluste durch Qualitätsverluste bzw. für Personalbeschaffung und Einarbeitung neuer Mitarbeiter sind oft erheblich. Deshalb macht es mehr Sinn, in eine gute Einarbeitung zu investieren, anstatt sich von Mitarbeitern zu trennen, die die Anforderungen oft aufgrund einer mangelhaften Einarbeitung nicht erfüllen.
Diese Punkte werden bei diesem Seminar angesprochen:
- Folgen fehlender oder mangelhafter Einarbeitung
- Teilzeitmitarbeiter einarbeiten
- Wichtige Aspekte eines ganzheitlichen Einarbeitungskonzepts
- Grundsätze der Einarbeitung
- die sozialen Distanzzonen bei der Einarbeitung
- Einarbeitung aus Sicht des Bewohners
- Einarbeitung aus Sicht des neuen Mitarbeiters
- Einarbeitung aus Sicht des Mentors (Praxisanleiters)
- Einarbeitung aus Sicht der Leitungskräfte
- Einarbeitung und Qualitätsmanagement: Auch der MDK interessiert sich im Rahmen der Qualitätsprüfungen für das Thema Einarbeitung
- Organisationsstandard, Checkliste als Leitfaden und Nachweis für die Einarbeitung
- Auswertung der Einarbeitungsphase und Mitarbeiterbeurteilung
Zielgruppe: Mitarbeitende und Leitungskräfte aus Pflegeeinrichtungen und sonstige interessierte Personen
Referent: Herbert Müller
Termin: auf Anfrage
17:00 bis ca. 20:00 Uhr
Ort: