Abendseminar
Inhalt: Der Prozess des Heimeinzugs ist sehr komplex und wirkt sich, teilweise langfristig, auf das Leben und Arbeiten in der stationären Einrichtung aus. Die Aufgabe der eigenen Wohnung und die Übersiedlung in eine stationäre Altenhilfeeinrichtung stellt für Menschen häufig einen deutlichen Einschnitt im Lebenslauf dar, der mit Trauer, Abschiednehmen und Verlusten einhergeht und vom Einzelnen als stark belastend erlebt wird.
Damit dieser Wechsel bewältigt werden kann und daraus keine negative Dauerkrise resultiert ist es notwendig, dass die Einrichtung den Heimeinzug professionell vorbereitet, durchführt und begleitet. Dies gilt um so mehr, als der positiv verarbeitete Heimeinzug Voraussetzung für ein erfolgreiches Einleben und Wohlfühlen im Heim ist. Es kommt in der Praxis entscheidend darauf an, dass der Mensch den Heimeinzug als für ihn kontrollierbar erlebt, wo er selbst auch noch Einfluss nehmen kann.
Das Seminar möchte den Prozess des Heimeinzugs aus verschiedenen Blickwinkeln (Bewohner, Angehörige, Pflegemitarbeiter, Management) betrachten. Dabei spielen wirtschaftliche, rechtliche, pflegerische, strukturelle, organisatorische, qualitative, kooperative und kommunikative Aspekte eine Rolle.
Im Seminar sollen anschaulich und praxisbezogen u.a. folgende Fragen und Punkte behandelt werden:
- Welche Qualitätsanforderungen sind zu erfüllen?
- Wie kann die Eingewöhnungsphase gestaltet und systematisch ausgewertet werden?
- Welche vorvertraglichen Informationen sind notwendig und was wird im Heimvertrag geregelt?
- Prozessstruktur: Erstkontakt / Erstgespräch – Aufnahmegespräch – Eingewöhnungsphase – Auswertung
- Organisationsstandard „Heimeinzug“
- Wie kann möglichen Problemsituationen entgegen gewirkt werden?
- Schnitt(Naht)stellen in der Organisation des Heimeinzuges
- Wie kann die Eingewöhnungsphase auswertet werden?
Zielgruppe: Mitarbeitende aus Pflegeeinrichtungen und sonstige interessierte Personen
Referent: Herbert Müller
Termin: auf Anfrage
17:00 bis ca. 20:00 Uhr
Ort: