Die Schnittstelle Hauswirtschaft und Pflege in Pflegeeinrichtungen optimieren

Tagesseminar

 

Inhalt: Der Ernährung älterer Menschen in den Einrichtungen wurde in der Vergangenheit wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Überwiegend wurde Essen und Trinken als physiologisches Grundbedürfnis unterstützt. Essen und Trinken im ganzheitlichen Zusammenhang und in der Wirkung auf Gesundheit und Krankheit zu sehen, wurde eher vernachlässigt.

 

Durch die Zunahme von Mehrfacherkrankungen, gerontopsychiatrischen Krankheitsbildern in der Altenpflege und einer entsprechenden Lebensgestaltung, orientiert an ganzheitlichen Konzepten, z. B. der fördernden Prozesspflege (nach M. Krohwinkel), nimmt das Thema Ernährung an Bedeutung zu. Dies bedeutet auch, die Fachbereiche Pflege und Hauswirtschaft (Ernährung) aufeinander abzustimmen und insbesondere im Bereich der Nahtstelle beider Bereiche eindeutige Regelungen zu schaffen. Defizite in diesem Bereich können sich negativ auf die gesundheitliche Situation von Bewohnern auswirken und der Auslöser für Pflegeaufwand und/oder Probleme sein.

 

Bei Qualitätsprüfungen des MDK werden nicht nur häufig eine mangelnde Versorgung mit Flüssigkeit und Nahrung bei Sondenernährung festgestellt, sondern auch Mängel in der Pflegeplanung und in der Ablauforganisation der Pflegeeinrichtungen. So resultieren z.B. bei gerontopsychiatrisch erkrankten Menschen aus einer solchen defizitären Versorgung Mangelernährung und Dehydration, die weitreichende Folgen hat, und z.B. von Unruhezuständen, über Stürze bis hin zu lebensbedrohlichen Zuständen führen können.

 

Im Wohnbereichsalltag fallen neben pflegerischen Tätigkeiten auch in größerem Umfang hauswirtschaftliche Tätigkeiten an, die sich insbesondere auf die Bereiche Ernährung, Reinigung und Wäsche beziehen. Aus arbeitsorganisatorischer und betriebswirtschaftlicher Sicht ist zu überlegen,

Pflegetätigkeiten von Pflegefachpersonen/Pflegepersonen und hauswirtschaftliche Tätigkeiten von hauswirtschaftlichen Servicepersonen

erbringen zu lassen.

 

Diese Punkte werden u. a. bei diesem Seminar angesprochen:

- beispielhafte Abgrenzung zwischen Pflegepersonen und hauswirtschaftlichen Servicepersonen

- Bewohnerbedürfnisse

- Ernährung und hauswirtschaftliche Serviceleistungen im Rahmen der Pflegeplanung, Leistungserbringung und Dokumentation

- mögliche Pflegefehler

- Ernährungsplanung und Zusammenarbeit mit den hauswirtschaftlichen Leistungsbereichen

- Anforderungen die sich aus dem Pflegeversicherungsgesetz ergeben und im Rahmen der Transparenzvereinbarung und Qualitätsprüfung zu beachten sind

 

Zielgruppe: Mitarbeitende und Leitungskräfte aus Pflegeeinrichtungen und sonstige interessierte Personen

 

Referent: Herbert Müller

 

Termin: auf Anfrage

09:30 bis ca. 16:30 Uhr

 

Ort: